EIN WOCHENENDE:
AUFSTELLEN – ENTSPANNEN – KULINARIK
Vom Blick hinter Prägung und Beziehungsmuster über eine Auszeit in der Natur und einem Kochworkshop sowie einem Genussprogramm.
Ort und Rahmen für den 08. bis 10. Mai 2026
2 Nächtigungen in Halbturn im Burgenland
Genuss am Hof | Genusswerkstatt
Freitagnachmittag bis Sonntag am späten Vormittag/ Mittag (sodass für alle auch ausreichend Zeit ist die dann den Muttertag feiern wollen)
(Option bei der Buchung: früher anreisen oder verlängern)
Ein Ort, der Ruhe, Qualität und Erdung verbindet – mit viel Raum zum Durchatmen.
www.genussamhof.at
Angebot
Im Seminarpreis von EUR 750,- inkludiert sind:
- 2x Nächtigung im Doppelzimmer (Einzelzimmer oder Doppelzimmer zur Einzelnutzung bitte bei der Buchung abklären www.genussamhof.at)
- Systemische Aufstellungen
- Coaching (Vor- und Nachgespräche)
- 2x Frühstück
- 2x leichte Mittagssnacks
- 1x Abendessen vom Chefkoch exklusiv für unsere Gruppe
- sowie am Samstag 1x Kochworkshop mit anschließendem gemeinsamen Essen
Beim Kochworkshop entscheidet jede:r selbst, wie aktiv sie oder er teilnehmen möchte. Genuss, Spass und Miteinander stehen im Vordergrund.
Seminarablauf
Wir starten am Freitag mit einem bewussten Ankommen:
- Kennenlernen in geschütztem Rahmen
- Einführung in die Methode der systemisch-integralen Aufstellungsarbeit
- erste Coachinggespräche
- Meditation und gemeinsames „Kopf frei bekommen“
Sowohl Freitag und Samstag finden Aufstellungen statt – jeweils mit sorgfältiger Vorbesprechung und achtsamer Nachbegleitung.
Zwischen den Einheiten bleibt ausreichend Zeit:
- für Integration
- für persönliche Gespräche
- für Rückzug
- für Natur, Ruhe und Krafttanken
Optional bieten wir zusätzlich ein buntes Rahmenprogramm an: von Mediations- und Resilienz Übungen, bis hin zu gemeinsamen Aktivitäten, wie Line Dance oder ein Besuch bei Steppenduft (www.steppenduft.at) – alles optional, nichts ein Muss.
Trainer*innen – Integral Systemic Coaches
In der Aufstellungsarbeit sind wir stets zu zweit.
Sabine Stögerer und ich (Katharina Stögner) begleiten dich mit Erfahrung, Klarheit und Präsenz. Es ist uns eine Freude, dieses Wochenende gemeinsam zu gestalten und einen sicheren Raum für Entwicklung zu öffnen.
Anmeldung
Bei Fragen melde dich jederzeit unter: dein@lebengestalten.jetzt
Wir empfehlen eine rasche Anmeldung, damit deine gewünschte Zimmerkategorie noch verfügbar ist. Die Buchung erfolgt direkt über das Hotel – Genuss Am Hof: reservierung@genussamhof.at
Wir freuen uns sehr auf dich – auf ein spannendes, klärendes und zugleich entspannendes Wochenende.
Auf bald in Halbturn, Katharina & Sabine
Mehr Angebote auf der Website: www.lebengestalten.jetzt
Passend direkt in den Muttertag hinein: wir schließen Sonntags so, dass einem gelungenen Muttertag nichts im Wege steht. Es kann für den Muttertag natürlich das Hotel auch länger gebucht werden oder es können andere Angebote in der Region (im selben Ort ist die St Martins Therme, der Neusiedlersee ist zum Greifen nahe)
Aufstellungsthema an diesem Wochenende
Allgemeines:
„Wenn ich als Kind erfahren habe, dass ich mich auf meine Mutter nicht verlassen kann, dann lerne ich, dass Beziehungen nicht verlässlich sind.“
„Niemand bereitet dich auf die Stille vor, die Kinder hinterlassen, wenn sie erwachsen sind.“
Die Mutterbeziehung verstehen – durch systemische Aufstellungsarbeit
Die Integral Systemische Aufstellungsarbeit ist eine Methode, um unbewusste Dynamiken und prägende Muster innerhalb der Herkunftsfamilie und aus unseren Erfahrungen, Beobachtungen im Laufe unseres Lebens, sichtbar zu machen. Besonders die Beziehung zur Mutter gilt dabei als eine der wichtigsten Grundlagen für unser späteres Beziehungs- und Verhaltensmuster. Sie beeinflusst, wie wir Vertrauen entwickeln, mit Emotionen umgehen und uns selbst wahrnehmen.
Die ersten Lebensjahre prägen unser emotionales Fundament. Erfahrungen mit der Mutter wirken oft unbewusst weiter und zeigen sich später in Beziehungen, im Beruf oder im Umgang mit uns selbst. Viele unserer Reaktionen, Ängste oder wiederkehrenden Konflikte haben hier ihren Ursprung.
Systemische Aufstellungen helfen dabei, diese Zusammenhänge sichtbar zu machen. Dabei wird das Beziehungssystem räumlich dargestellt – durch Stellvertreter:innen oder Symbole. So können verborgene Dynamiken, Loyalitäten oder ungelöste Konflikte erkannt werden.
Was Aufstellungen sichtbar machen können
- prägende Bindungserfahrungen aus der Kindheit
- wiederkehrende Beziehungsmuster
- unbewusste Loyalitäten innerhalb der Familie
- übernommene emotionale Lasten oder Rollen
Manchmal zeigt sich dabei auch eine sogenannte „unterbrochene Bewegung“ zur Mutter – ein früher Impuls nach Nähe, der nicht beantwortet wurde und später zu innerer Distanz, Schuldgefühlen oder dem Gefühl führen kann, nie genug zu sein.
Heilung und Veränderung
Aufstellungsarbeit ermöglicht ein tieferes Verständnis für die eigene Familiengeschichte und die Dynamiken im Beziehungssystem. Verantwortung und emotionale Lasten können symbolisch dorthin zurückgegeben werden, wo sie ursprünglich hingehören. Dadurch entsteht Raum für neue Perspektiven und mehr innere Freiheit.
Ein zentrales Ziel ist es, eine gesunde innere Ordnung wiederherzustellen – in der Eltern ihren Platz haben und Kinder ihren eigenen Weg gehen können.
Für Töchter, Söhne – und auch für Mütter
Besonders für Mütter kann die Beziehung zu ihren Kindern im Laufe des Lebens herausfordernd sein. Wenn Kinder erwachsen werden und sich lösen, können alte Konflikte oder unverarbeitete Erfahrungen aus der eigenen Kindheit erneut berührt werden.
Eine Aufstellung kann helfen zu erkennen,
- was im Beziehungssystem wirkt
- wer Nähe sucht oder sich schützt
- welche Geschichte zwischen Mutter und Kind steht
So entsteht Verständnis – für sich selbst, für das eigene Kind und für die gemeinsame Geschichte. Daraus kann sich ein neuer Weg entwickeln, der Entlastung, Klarheit und manchmal auch Versöhnung ermöglicht.
Dieses Wochenende bietet dir die Möglichkeit, deine Beziehung zur Mutter besser zu verstehen – oder als Mutter die Beziehung zu deinem erwachsenen Kind neu zu betrachten, in einem geschützten und professionell begleiteten Rahmen.
Mutter-Tochter-Beziehungen verstehen
Wo alles beginnt: unsere erste Beziehung ist die zur Mutter.
In ihr beginnt unser Gefühl von Sicherheit. Von Zugehörigkeit. Von „Ich bin richtig“.
In den ersten Lebensjahren entsteht unser inneres Fundament:
• Wie sehr darf ich vertrauen?
• Darf ich Bedürfnisse haben?
• Bin ich willkommen – so wie ich bin?
Wenn wir als Kind erfahren haben, dass wir uns auf unsere Mutter verlassen können, wächst in uns ein Gefühl von innerer Sicherheit. Wenn Nähe jedoch ausbleibt, wenn wir uns anpassen mussten oder früh stark sein mussten, entsteht oft ein anderes inneres Muster – leise, aber wirkungsvoll. Diese frühen Prägungen begleiten uns in Partnerschaften, im Beruf, im Umgang mit unseren eigenen Kindern. Und manchmal auch als leise Sehnsucht nach etwas, das gefehlt hat.
Die unsichtbaren Fäden
Mutter-Tochter-Beziehungen sind oft intensiver, als wir es bewusst wahrnehmen. Kinder bleiben ihren Müttern tief verbunden – selbst dann, wenn diese Beziehung schmerzhaft war. Aus Liebe. Aus Loyalität. Aus dem Wunsch dazuzugehören.
Manchmal übernehmen wir unbewusst:
- Verantwortung, die nicht unsere ist
- Schuldgefühle, die wir nicht einordnen können
- alte emotionale Lasten
- oder Beziehungsmuster, die sich immer wiederholen
Vielleicht hast du dich als Kind bemüht, „brav“ zu sein. Vielleicht warst du früh stark. Vielleicht hast du gespürt, dass deine Mutter selbst etwas getragen hat, das schwer war. All das wirkt weiter – oft bis ins Erwachsenenalter.
Wenn die Rollen sich verändern
Besonders intensiv wird es, wenn wir selbst Mutter werden. Oder wenn unsere Kinder erwachsen werden und beginnen, ihren eigenen Weg zu
gehen. Dann können alte Themen plötzlich wieder lebendig werden:
Verlustangst, Zurückweisung, das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden.
Manche Mütter erleben diese Phase wie einen schmerzhaften Abschied – fast so, als würde ein Teil ihres Herzens herausgerissen. Doch oft berührt diese Phase nicht nur die aktuelle Situation, sondern auch die eigene Geschichte mit der eigenen Mutter.
Was eine Aufstellung möglich macht
In einer systemisch-integralen Aufstellung wird sichtbar, was im Inneren wirkt.
- Wer sucht Nähe?
- Wer schützt sich?
- Wer trägt eine alte Last?
Wer ist vielleicht noch immer das kleine Kind von damals? Das Bild im Raum hilft zu erkennen, was Worte oft nicht ausdrücken können.
Nicht um Schuld zu finden, sondern, um zu verstehen.
Um Lasten zurückzugeben, die nicht zu dir gehören, um deinen Platz einzunehmen, um wieder frei atmen zu können. Nicht alles gutheißen, aber anerkennen, dass hier dein Ursprung ist. Die Beziehung zur Mutter ist unsere erste Bindung. Sie prägt unser Bild von Nähe, Sicherheit, Selbstwert und Vertrauen – oft ein Leben lang.
Ein Wochenende für Klärung und Frieden.
Literatur-Quellen
„Die Qualität früher Bindungserfahrungen prägt, wie sicher wir uns in Beziehungen fühlen.“ – John Bowlby
„Kinder bleiben ihren Eltern oft in unsichtbarer Loyalität verbunden – selbst dann, wenn sie darunter leiden.“ – Ivan Boszormenyi-Nagy
„Nur wenn wir die Mutter annehmen, können wir das Leben wirklich annehmen.“ – Bert Hellinger
„Veränderung entsteht nicht allein durch Erkenntnis, sondern durch neue Beziehungserfahrungen.“ – Gerald Hüther
- John Bowlby – Bindung
Grundlagenwerk der Bindungstheorie. - Mary Ainsworth – Patterns of Attachment
Forschung zu sicherer und unsicherer Bindung. - Susanne Hühn – Die Mutterwunde
Zugänglicher Zugang zur emotionalen Prägung durch die Mutterbeziehung. Systemische Therapie & Aufstellungsarbeit - Bert Hellinger – Zweierlei Glück
Systemische Ordnungs- und Bindungsprinzipien. - Gunthard Weber – Praxis der Familienaufstellung
Praxisorientierte Grundlagen der Aufstellungsarbeit. Neurobiologie & Veränderung - Gerald Hüther – Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn
Beziehung und emotionale Erfahrung als Grundlage nachhaltiger Veränderung. Transgenerationale Dynamiken - Ivan Boszormenyi-Nagy – Unsichtbare Loyalitäten
Generationenübergreifende Bindungen und Loyalitäten.





